Studie: Leben in eigener Immobilie 33 Prozent günstiger als zur Miete

Der Traum von den eigenen vier Wänden ist nicht nur emotional, sondern auch finanziell von Vorteil. Denn laut einer vom Verband der Sparda-Banken vorgestellten Studie kommen Wohneigentümer beträchtlich günstiger weg als Mieter.

In einer gekauften Immobilie zu wohnen, ist im Schnitt 33 Prozent günstiger als in einer gemieteten, so das Ergebnis der Studie „Wohnen in Deutschland“. So kostet laut der „Bild am Sonntag“ beispielsweise eine Wohnung in Berlin 8,27 Euro Miete pro Quadratmeter, während bei einem Kauf nur 5,46 Euro pro Quadratmeter an Kosten für Baukredit, Grunderwerbssteuer und Instandhaltung anfallen. Das bedeutet einen Kostenvorteil von 34 Prozent. Auch in anderen Großstädten zeigt sich ein ähnlicher Trend, so haben Immobilienkäufer in Hamburg einen Kostenvorteil von 39 Prozent und in Stuttgart von 29 Prozent.

Deutschland europaweit Schlusslicht beim Wohneigentum
Eine repräsentative Umfrage im Zuge der Studie ergab, dass der Wunsch, in den eigenen vier Wänden und in einem lebenswerten Umfeld zu wohnen, bei zwei Dritteln der Befragten sehr stark ausgeprägt ist. Außerdem denkt ein Drittel aller Mieter bis 50 Jahre konkret über einen Kauf in den nächsten zwei bis drei Jahren nach. Trotzdem ist Deutschland mit einer Eigentumsquote von nur 47 Prozent im europaweiten Vergleich abgeschlagenes Schlusslicht.

Eigentum günstiger als Miete
„Für die Befragten gibt es neben dem Wunsch nach den eigenen vier Wänden auch eine langfristige wirtschaftliche Komponente beim Erwerb einer eigenen Immobilie: Drei Viertel von Ihnen sehen den Kauf als wichtigen Beitrag für ihre Altersvorsorge und über 60 Prozent sind sich sicher, dass Kaufen am Ende günstiger ist als Mieten. Auch wenn der Kostenvorteil in den vergangenen Jahren etwas geringer geworden ist, deckt sich diese Einschätzung nach wie vor mit den Ergebnissen der Studie: Deutschlandweit gesehen liegt der finanzielle Vorteil noch immer bei rund 33 Prozent im Durchschnitt“, so Oliver Pöpplau, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Hamburg eG.

Immobilienkauf lohnt sich trotz Preisexplosion in Ballungsräumen
Dank der historischen Niedrigzinsen sind die Zinskosten für Immobilienkäufer deutlich gesunken: So liegt die „Zinsersparnis“ gegenüber 2008 bezogen auf die durchschnittliche Investitionssumme von 264.000 Euro bei einer Laufzeit von 20 Jahren mit einer Eigenkapitalquote von 30 Prozent bei 72.500 Euro. Doch auch wenn die Preissteigerungen in den Metropolen und Mittelstädten (100.000 bis 600.000 Einwohner) diese Zinsersparnis über die gestiegenen Kaufpreise kompensiert, so bringt das eigene Haus oder die eigene Wohnung doch Vorteile mit sich.

„Sicher hat die Zinspolitik der EZB als eine Art „Brandbeschleuniger“ die Preisexplosion in den Ballungsräumen befeuert. Trotzdem sehen wir keine Überhitzung des Marktes. Denn neben dem Kostenvorteil eigener Immobilien ist auch die Wertstabilität gegeben – das heißt, selbst in diesen hochpreisigen Zeiten lohnt es sich, Wohneigentum zu bilden. Und das nicht nur aus finanzieller Sicht: 63 Prozent der Befragten Immobilieneigentümer gaben an, sehr zufrieden mit ihrer Wohnsituation zu sein – mehr als doppelt so viele, wie unter den Mietern. Der Kauf einer Immobilie macht offensichtlich in den allermeisten Fällen glücklich“, so Oliver Pöpplau.

Quelle: 27.06.19 von Redaktion Anlegen in Immobilien