Baugenehmigungen für Wohnungen sinken erstmals seit neun Jahren

Im Jahr 2017 wurden in Deutschland 348.100 Baugenehmigungen für Wohn- und Nichtwohngebäude erteilt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sank die Zahl damit gegenüber 2016 insgesamt um 7,3 Prozent (minus 27.300). Erstmals seit neun Jahren gab es auch deutlich weniger Genehmigungen für den Wohnungsbau. Die Immobilienverbände reagieren mit Unverständnis und hoffen nun auf eine aktive neue Bundesregierung. An Vorschlägen mangelt es nicht.

Laut Destatis war die Zahl der Wohnungsbaugenehmigungen von 2008 bis 2016 kontinuierlich gestiegen. Die Zahl der Baugenehmigungen von Neubauwohnungen hat im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent abgenommen (minus 15.900 Wohnungen). Genehmigungen für Wohnungen in Einfamilienhäusern gingen ebenfalls um fünf Prozent zurück (minus 4.700 Wohnungen). In Zweifamilienhäusern waren es 2,7 Prozent (600 Wohnungen) weniger.

Die Zahl der Genehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern blieb Destatis zufolge nahezu unverändert mit 172.630 (minus 49), allerdings war diese Zahl in den vergangenen Jahren noch im Aufwärtstrend und stagniert erstmals, was darauf hindeutet, dass die Dynamik im Wohnungsbau nachlässt.

Quelle: Haufe online Redaktion 15.03.18